Solarbericht 2026 · Datenbasis Marktstammdatenregister

Solar-Ausbau im Hochsauerlandkreis 2026: Zahlen & Fakten

18.950Dachanlagen

315,4 MWp installiert · 17,9 % des Kreis-Verbrauchs

Alle zehn Kommunen im Vergleich: Bestand, Speicher, Balkonkraftwerke und Potenzial, zusammengefasst aus den amtlichen Daten des Energieatlas NRW, Bestand September 2026.

Die vier größten Solarstandorte im Kreis

Arnsberg
66,3
MWp
Brilon
39,8
MWp
Schmallenberg
39,7
MWp
Meschede
41,6
MWp

Ausschöpfung Dach-Potenzial

20,3 % von 1,55 GWp

20 %

Quelle: Energieatlas NRW / LANUK Solarkataster, Stand 2025

Dachanlagen

18.950

auf/in baulichen Anlagen

Installiert

315,4 MWp

Ø 16,6 kWp je Anlage

Zuwachs 12 Monate

+1.062

+5,9 % Dachanlagen

Batteriespeicher

9.840

rund 52 je 100 Dachanlagen

Steckersolar

6.287

gemeldete Balkonkraftwerke

Solarstrom 2025

323 GWh

17,9 % des Kreis-Verbrauchs

Das Wichtigste in Kürze

  • 18.950 Dachanlagen mit 315.355 kWp (315,4 MWp) sind im Hochsauerlandkreis registriert, 1.062 mehr als ein Jahr zuvor (+5,9 %). Hinzu kommen 72 Freiflächenanlagen mit rund 42 MW, Schwerpunkte Arnsberg und Marsberg.
  • Arnsberg führt mit 4.317 Dachanlagen und 66,3 MWp klar vor Meschede (41,6 MWp) und Sundern (40,2 MWp); Brilon folgt mit 39,8 MWp fast gleichauf mit Schmallenberg (39,7 MWp).
  • 323 GWh Solarstrom im Jahr 2025 decken 17,9 % des Kreis-Stromverbrauchs (1.810 GWh, 2024). Spitzenreiter ist Marsberg mit 32,3 %, gefolgt von Medebach mit 29,6 %; in der Kreisstadt Arnsberg liegt die Quote bei 12,3 %, wo Stadt, Gewerbe und Industrie den Verbrauch treiben.
  • 9.840 Batteriespeicher sind registriert: rund 52 Speicher je 100 Dachanlagen, Spitzenwert Arnsberg mit gut 60.
  • Vom Dach-Potenzial von rund 1.553 MWp (LANUK Solarkataster 2025) sind erst 20,3 % genutzt: rund 1.238 MWp liegen technisch brach, fast das Vierfache des heutigen Bestands.
  • Eine typische Dachanlage im Hochsauerlandkreis misst rund 16,6 kWp. Ein kWp lieferte 2025 je nach Ort 948 bis 971 kWh Solarstrom (EU-PVGIS-Erwartung: 939 bis 1.000 kWh), auch dank der vielen südlich geneigten Satteldächer im Sauerland.

Photovoltaik je Kommune im Hochsauerlandkreis

Registrierte Anlagen auf und an Gebäuden, Batteriespeicher und gemeldete Balkonkraftwerke je Kommune. Der Solaranteil vergleicht die Solarstrom-Erzeugung 2025 mit dem Stromverbrauch 2024 (Energieatlas NRW).

KommuneDachanlagenLeistungZuwachsSpeicherSteckersolarSolaranteil
Arnsberg4.31766.309 kW+2782.6061.45112,3 %
Brilon2.31139.819 kW+1321.09360215,6 %
Schmallenberg2.30039.685 kW+1041.06954220,6 %
Meschede2.20441.616 kW+1291.28492222,1 %
Sundern2.19340.215 kW+1351.25858717,6 %
Marsberg2.06933.022 kW+9975381432,3 %
Winterberg1.02713.008 kW+5950247621,9 %
Olsberg97416.121 kW+5049946914,1 %
Medebach91314.651 kW+3538919029,6 %
Bestwig64210.909 kW+4138723414,3 %
Hochsauerlandkreis18.950315.355 kW+1.0629.8406.28717,9 %

Quelle: Energieatlas NRW (LANUK), Datenbasis Marktstammdatenregister, Bestand September 2026. Solaranteil: Erzeugung 2025 zu Verbrauch 2024.

Leistung je Kommune: Arnsberg vorn

Mit 66,3 MWp installierter Dach-Leistung liegt die Kreisstadt Arnsberg klar vorn, gefolgt von Meschede mit 41,6 MWp, Sundern mit 40,2 MWp und Brilon mit 39,8 MWp. Auffällig: Das Ski- und Tourismus-Zentrum Winterberg bringt es wegen seiner vielen kleinen Nebengebäude und Ferienwohnungen auf 13,0 MWp. Die Balken zeigen die installierte Leistung auf und an Gebäuden je Kommune.

Arnsberg
66,3 MWp
1.
Brilon
39,8 MWp
2.
Schmallenberg
39,7 MWp
3.
Meschede
41,6 MWp
4.
Sundern
40,2 MWp
5.
Marsberg
33,0 MWp
6.
Winterberg
13,0 MWp
7.
Olsberg
16,1 MWp
8.
Medebach
14,7 MWp
9.
Bestwig
10,9 MWp
10.

Installierte Leistung je Kommune auf/in baulichen Anlagen. Quelle: Energieatlas NRW, Bestand September 2026.

Solaranteil am Stromverbrauch: Marsberg Spitze

Höchster Solaranteil

Marsberg: 32,3 %

37.758 MWh Solarstrom 2025 bei 117 GWh Jahresverbrauch. Medebach (29,6 %) folgt auf Platz zwei, Meschede erreicht 22,1 %.

Niedrigster Solaranteil

Arnsberg: 12,3 %

Arnsberg erzeugt immerhin 62.877 MWh Solarstrom (Kreisrekord bei Anlagen und Leistung), verbraucht zugleich aber 510 GWh. Stadt, Gewerbe und Industrie treiben die Quote nach unten.

Hochsauerlandkreis gesamt

17,9 %

323.144 MWh Solarerzeugung (2025) gegenüber 1.810 GWh Verbrauch (2024). Der nächste Schub liegt in den Dächern: rund 1.238 MWp Potenzial sind offen.

Potenzial: erst rund 20 Prozent der Kreisdächer genutzt

Ausschöpfung Dach-Potenzial

20,3 % von 1,55 GWp

20 %

Das LANUK-Solarkataster NRW (2025) weist für die zehn Kreis-Kommunen rund 1.553 MWp installierbare Dach-Potenzial aus, allein in Arnsberg rund 353 MWp. Rund 1.238 MWp sind noch ungenutzt, fast das Vierfache des heutigen Bestands.

Speicher-Bestand 2026

9.840 Heimspeicher

Auf je 100 registrierte Dachanlagen kommen im Kreismittel rund 52 Batteriespeicher; Spitzenwert ist Arnsberg mit gut 60 Speichern je 100 Anlagen, dicht gefolgt von Bestwig. Abend- und Nachtverbrauch aus dem eigenen Dach senkt die Stromrechnung am meisten.

Warum der Solar-Ausbau im Hochsauerlandkreis läuft

0 % Mehrwertsteuer

Seit 2023 entfällt die Umsatzsteuer auf Photovoltaik und Speicher dauerhaft (§ 12 Abs. 3 UStG). Auf eine 20.000-Euro-Anlage spart das rund 1.600 Euro direkt am Preis.

Stabile Erträge

Im Hochsauerlandkreis liegt die PVGIS-Erwartung je nach Ort bei rund 939 bis 1.000 kWh pro kWp und Jahr (SARAH3-Methodik), auch im Mittelgebirge. Hinzu kommt die EEG-Einspeisevergütung (Teil bis 10 kWp: rund 7,70 ct/kWh, garantiert 20 Jahre ab Inbetriebnahme).

Speicher sind etabliert

Im Kreismittel gehört zu etwa jeder zweiten registrierten Dachanlage bereits ein Batteriespeicher: Abend- und Nachtverbrauch kommt dann aus dem eigenen Dach statt aus dem Netz.

Details zu deiner Kommune

Für jede Kommune im Hochsauerlandkreis gibt es einen ausführlichen Solar-Steckbrief mit Kosten, Erträgen, Fachbetrieben und Anfrage-Möglichkeit:

Methodik und Quellen

Bestandsdaten: Energieatlas NRW (Landesamt für Natur, Umwelt und Klima, LANUK), Download „NW-Strom-VWE-Aggregiert“, Blatt „Bestand Gemeinden EE“, Datenbasis Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Bestand: September 2026. Ausgewiesen werden Anlagen auf/in baulichen Anlagen (Dach-PV), Freiflächen-PV, Steckersolar und Batteriespeicher je Gemeinde.

Solaranteil: Quotient aus Solarstrom-Erzeugung der Gemeinden 2025 (Energieatlas NRW, Summe Dach, Freifläche und Steckersolar) und zuletzt verfügbarem Jahres-Stromverbrauch 2024; beide Größen stammen aus dem Energieatlas NRW und werden periodisch angepasst, der Quotient ist eine Näherung.

Dach-Potenzial: LANUK Solarkataster NRW, Blatt „PV Dach, 2025“ (installierbare Modulfläche und Leistung je Gemeinde). Das technische Potenzial ist kein Flächenziel; mitteilungspflichtige oder denkmalgeschützte Dächer sind nicht separiert.

Ertragsdaten: EU-PVGIS (SARAH3-Methodik), abgerufen für die Gemeindekoordinaten. Steuerrecht: § 12 Abs. 3 UStG. Vergütung: EEG 2023, Stand August 2026.

Auswertung: meinsolarportal.de. Stand: 19. Oktober 2026. Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die Originaldaten der genannten Quellen.