Solarbericht 2026 · Datenbasis Marktstammdatenregister

Solar-Ausbau im Kreis Coesfeld 2026: Zahlen & Fakten

23.320Dachanlagen

455,8 MWp installiert · 55,6 % des Kreis-Verbrauchs

Alle elf Kommunen im Vergleich: Bestand, Speicher, Balkonkraftwerke und Potenzial, zusammengefasst aus den amtlichen Daten des Energieatlas NRW, Stand September 2026.

Die vier größten Solarstandorte im Kreis

Dülmen
76,1
MWp
Coesfeld
76,2
MWp
Lüdinghausen
45,6
MWp
Senden
47,9
MWp

Ausschöpfung Dach-Potenzial

24,9 % von 1,83 GWp

25 %

Quelle: Energieatlas NRW / LANUK Solarkataster, Stand September 2026

Dachanlagen

23.320

auf/in baulichen Anlagen

Installiert

455,8 MWp

Ø 19,5 kWp je Anlage

Zuwachs 12 Monate

+1.089

+4,9 % Dachanlagen

Batteriespeicher

12.178

+1.570 (+14,8 %)

Steckersolar

5.443

gemeldete Balkonkraftwerke

Solarstrom 2025

462 GWh

55,6 % des Kreis-Verbrauchs

Das Wichtigste in Kürze

  • 23.320 Dachanlagen mit 455.750 kWp (455,8 MWp) sind im Kreis Coesfeld registriert, 1.089 mehr als ein Jahr zuvor (+4,9 %). Hinzu kommen 32 Freiflächenanlagen mit 44 MW.
  • Dülmen hat die meisten Dachanlagen (4.126), knapp vor der Kreisstadt Coesfeld (3.337); bei der installierten Leistung führt Coesfeld mit 76,2 MWp.
  • 462 GWh Solarstrom im Jahr 2025 entsprechen 55,6 % des Kreis-Stromverbrauchs (832 GWh, 2024): über die Hälfte des Verbrauchs kommt bereits vom Dach.
  • Die Zahl der Batteriespeicher stieg um 14,8 % auf 12.178 Stück: rund 52 Speicher je 100 Dachanlagen.
  • Vom Dach-Potenzial von rund 1,83 GWp (LANUK Solarkataster 2025) sind erst 24,9 % genutzt: über 1.376 MWp liegen technisch brach.
  • Eine typische Dachanlage im Kreis Coesfeld misst rund 19,5 kWp und ist damit deutlich größer als der Bundesschnitt; ein kWp liefert je nach Ort 1.024 bis 1.041 kWh pro Jahr (EU-PVGIS).

Photovoltaik je Kommune im Kreis Coesfeld

Registrierte Anlagen auf und an Gebäuden, Batteriespeicher und gemeldete Balkonkraftwerke je Kommune. Der Solaranteil vergleicht die Solarstrom-Erzeugung 2025 mit dem Stromverbrauch 2024 (Energieatlas NRW).

KommuneDachanlagenLeistungZuwachsSpeicherSteckersolarSolaranteil
Dülmen4.12676.078 kW+2062.3311.05449,1 %
Coesfeld3.33776.219 kW+1601.8601.32145,8 %
Lüdinghausen2.53445.579 kW+1201.31549148,7 %
Senden2.25147.850 kW+981.34249264,6 %
Nottuln2.12138.300 kW+1001.21541559,6 %
Ascheberg1.81237.392 kW+6480128069 %
Billerbeck1.73040.133 kW+8470630092,6 %
Rosendahl1.70234.169 kW+6666525579,9 %
Nordkirchen1.28623.699 kW+5058019358,1 %
Havixbeck1.24317.622 kW+7077426246 %
Olfen1.17818.709 kW+7158938041,9 %
Kreis Coesfeld23.320455.750 kW+1.08912.1785.44355,6 %

Quelle: Energieatlas NRW (LANUK), Datenbasis Marktstammdatenregister, Stand September 2026. Solaranteil: Erzeugung 2025 zu Verbrauch 2024.

Leistung je Kommune: Coesfeld und Dülmen vorn

Bei der installierten Dach-Leistung liegen die Kreisstadt Coesfeld (76,2 MWp) und Dülmen (76,1 MWp) fast gleichauf, gefolgt von Senden. Die Balken zeigen die installierte Leistung auf und an Gebäuden je Kommune.

Dülmen
76,1 MWp
1.
Coesfeld
76,2 MWp
2.
Lüdinghausen
45,6 MWp
3.
Senden
47,9 MWp
4.
Nottuln
38,3 MWp
5.
Ascheberg
37,4 MWp
6.
Billerbeck
40,1 MWp
7.
Rosendahl
34,2 MWp
8.
Nordkirchen
23,7 MWp
9.
Havixbeck
17,6 MWp
10.
Olfen
18,7 MWp
11.

Installierte Leistung je Kommune auf/in baulichen Anlagen. Quelle: Energieatlas NRW, Stand September 2026.

Solaranteil am Stromverbrauch: Billerbeck Spitze

Höchster Solaranteil

Billerbeck: 92,6 %

40.753 MWh Solarstrom 2025 bei nur 44 GWh Jahresverbrauch. Rosendahl (79,9 %) und Ascheberg (69,0 %) folgen.

Niedrigster Solaranteil

Olfen: 41,9 %

Auch der niedrigste Wert im Kreis liegt noch über vierzig Prozent: Olfen erzeugt 17.613 MWh Solarstrom bei 42 GWh Verbrauch.

Kreis Coesfeld gesamt

55,6 %

462.237 MWh Solarerzeugung (2025) gegenüber 832 GWh Verbrauch (2024). Der nächste Schub liegt in den Dächern: über 1,3 GWp Potenzial sind offen.

Potenzial: erst ein Viertel der Kreisdächer genutzt

Ausschöpfung Dach-Potenzial

24,9 % von 1,83 GWp

25 %

Das LANUK-Solarkataster NRW (2025) weist für die 11 Kreis-Kommunen rund 1.832 MWp installierbare Dach-Potenzial aus (allein in Dülmen rund 1,55 Millionen m² Modulfläche). Rund 1.376 MWp sind noch ungenutzt, das Dreifache des heutigen Bestands.

Speicher-Ausbau 2026

12.178 Heimspeicher

Innerhalb eines Jahres kamen 1.570 Batteriespeicher hinzu (+14,8 % Wachstum). Auf je 100 registrierte Dachanlagen kommen im Kreismittel rund 52 Speicher, Spitzenwert ist Havixbeck mit 62. Speicher wachsen damit dreimal schneller als Anlagen.

Warum der Ausbau im Kreis Coesfeld läuft

0 % Mehrwertsteuer

Seit 2023 entfällt die Umsatzsteuer auf Photovoltaik und Speicher dauerhaft (§ 12 Abs. 3 UStG). Auf eine 20.000-Euro-Anlage spart das rund 1.600 Euro direkt am Preis.

Hoher Eigenertrag

Im Kreis Coesfeld liefert ein kWp je nach Ort rund 1.024 bis 1.041 kWh pro Jahr (EU-PVGIS, SARAH3-Methodik), gehört damit zu den sonnenstärksten Regionen Westfalens. Hinzu kommt die EEG-Einspeisevergütung (Teil bis 10 kWp: rund 7,70 ct/kWh, garantiert 20 Jahre ab Inbetriebnahme).

Speicher werden Standard

Fast zwei von drei Neuanlagen im Kreis bekommen heute einen Speicher: Abend- und Nachtverbrauch aus dem eigenen Dach senkt die Stromrechnung am meisten.

Details zu deiner Kommune

Für jede Kommune im Kreis Coesfeld gibt es einen ausführlichen Solar-Steckbrief mit Kosten, Erträgen, Fachbetrieben und Anfrage-Möglichkeit:

Methodik und Quellen

Bestandsdaten: Energieatlas NRW (Landesamt für Natur, Umwelt und Klima, LANUK), Download „NW-Strom-VWE-Aggregiert“, Blatt „Bestand Gemeinden EE“, Datenbasis Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Stand: September 2026. Ausgewiesen werden Anlagen auf/in baulichen Anlagen (Dach-PV), Freiflächen-PV, Steckersolar und Batteriespeicher je Gemeinde.

Solaranteil: Quotient aus Solarstrom-Erzeugung der Gemeinden 2025 (Energieatlas NRW, Summe Dach, Freifläche und Steckersolar) und zuletzt verfügbarem Jahres-Stromverbrauch 2024; beide Größen stammen aus dem Energieatlas NRW und werden periodisch angepasst, der Quotient ist eine Näherung.

Dach-Potenzial: LANUK Solarkataster NRW, Blatt „PV Dach, 2025“ (installierbare Modulfläche und Leistung je Gemeinde). Das technische Potenzial ist kein Flächenziel; mitteilungspflichtige oder denkmalgeschützte Dächer sind nicht separiert.

Ertragsdaten: EU-PVGIS (SARAH3-Methodik), abgerufen für die Gemeindekoordinaten. Steuerrecht: § 12 Abs. 3 UStG. Vergütung: EEG 2023, Stand August 2026.

Auswertung: meinsolarportal.de. Stand: 15. Oktober 2026. Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die Originaldaten der genannten Quellen.