Solarbericht 2026 · Datenbasis Marktstammdatenregister
Solar-Ausbau im Kreis Recklinghausen: Zahlen & Fakten
24.457Dachanlagen
394,8 MWp installiert · 8,6 % des Kreis-Verbrauchs
Alle zehn Kommunen im Vergleich: Bestand, Speicher, Balkonkraftwerke und Potenzial, zusammengefasst aus den amtlichen Daten des Energieatlas NRW, Stand Oktober 2026.
Die vier größten Solarstandorte im Kreis
Ausschöpfung Dach-Potenzial
15,9 % von 2,48 GWp
Quelle: Energieatlas NRW / LANUK Solarkataster, Stand Oktober 2026
Dachanlagen
24.457
auf/in baulichen Anlagen
Installiert
394,8 MWp
Ø 16,1 kWp je Anlage
Zuwachs 12 Monate
+1.666
+7,3 % Dachanlagen
Batteriespeicher
17.322
rund 71 je 100 Dachanlagen
Steckersolar
11.984
gemeldete Balkonkraftwerke
Solarstrom 2025
359 GWh
8,6 % des Kreis-Verbrauchs
Das Wichtigste in Kürze
- 24.457 Dachanlagen mit 394.784 kWp (394,8 MWp) sind im Kreis Recklinghausen registriert, 1.666 mehr als ein Jahr zuvor (+7,3 %). Hinzu kommen 19 Freiflächenanlagen mit rund 9 MW.
- Dorsten führt bei Anlagen (4.448) und Leistung (86,4 MWp) deutlich vor Marl; die Kreisstadt Recklinghausen hat mit 3.286 Anlagen die zweitmeisten Dächer.
- 359 GWh Solarstrom im Jahr 2025 entsprechen 8,6 % des Kreis-Stromverbrauchs (4.154 GWh, 2024). Der Anteil fällt niedrig aus, weil im Vest viel Industrie-Strom fließt: allein Marl verbraucht 862 GWh.
- 17.322 Batteriespeicher sind registriert: rund 71 Speicher je 100 Dachanlagen, keiner Kommune unter 58.
- Vom Dach-Potenzial von rund 2,48 GWp (LANUK Solarkataster 2025) sind erst 15,9 % genutzt: über 2.083 MWp liegen technisch brach, mehr als das Fünffache des Bestands.
- Eine typische Dachanlage im Kreis Recklinghausen misst rund 16,1 kWp; ein kWp liefert je nach Kommune 979 bis 1.029 kWh pro Jahr (EU-PVGIS).
Photovoltaik je Kommune im Kreis Recklinghausen
Registrierte Anlagen auf und an Gebäuden, Batteriespeicher und gemeldete Balkonkraftwerke je Kommune. Der Solaranteil vergleicht die Solarstrom-Erzeugung 2025 mit dem Stromverbrauch 2024 (Energieatlas NRW).
| Kommune | Dachanlagen | Leistung | Zuwachs | Speicher | Steckersolar | Solaranteil |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dorsten | 4.448 | 86.445 kW | +236 | 2.625 | 1.533 | 18,8 % |
| Recklinghausen | 3.286 | 45.136 kW | +219 | 2.542 | 1.792 | 5,9 % |
| Haltern am See | 2.996 | 45.791 kW | +181 | 1.754 | 1.095 | 23,4 % |
| Marl | 2.934 | 60.383 kW | +234 | 2.289 | 1.670 | 6,3 % |
| Castrop-Rauxel | 2.665 | 37.715 kW | +192 | 2.013 | 1.448 | 8,2 % |
| Gladbeck | 2.017 | 28.195 kW | +150 | 1.607 | 1.234 | 5 % |
| Herten | 1.996 | 31.607 kW | +155 | 1.480 | 1.285 | 6,4 % |
| Waltrop | 1.518 | 21.851 kW | +92 | 1.104 | 685 | 12,4 % |
| Datteln | 1.382 | 21.681 kW | +93 | 1.032 | 693 | 10,4 % |
| Oer-Erkenschwick | 1.215 | 15.980 kW | +114 | 876 | 549 | 4,8 % |
| Kreis Recklinghausen | 24.457 | 394.784 kW | +1.666 | 17.322 | 11.984 | 8,6 % |
Quelle: Energieatlas NRW, Datenbasis Marktstammdatenregister, Stand Oktober 2026. Solaranteil: Erzeugung 2025 zu Verbrauch 2024.
Leistung je Kommune: Dorsten klar vorn
Bei der installierten Dach-Leistung liegt Dorsten mit 86,4 MWp unangefochten an der Spitze, gefolgt von Marl (60,4 MWp) und Haltern am See (45,8 MWp). Die Kreisstadt Recklinghausen folgt mit 45,1 MWp. Die Balken zeigen die installierte Leistung auf und an Gebäuden je Kommune.
Installierte Leistung je Kommune auf/in baulichen Anlagen. Quelle: Energieatlas NRW, Stand Oktober 2026.
Solaranteil am Stromverbrauch: Haltern am See Spitze
Höchster Solaranteil
Haltern am See: 23,4 %
44.056 MWh Solarstrom 2025 bei nur 188 GWh Jahresverbrauch. Dorsten (18,8 %) und Waltrop (12,4 %) folgen.
Niedrigster Solaranteil
Oer-Erkenschwick: 4,8 %
15.059 MWh Solarstrom bei 317 GWh Verbrauch. Auch Gladbeck (5,0 %) und die Kreisstadt (5,9 %) bleiben im einstelligen Bereich: In den Stadtgebieten fließt deutlich mehr Strom, als die Dächer hergeben.
Kreis Recklinghausen gesamt
8,6 %
358.906 MWh Solarerzeugung (2025) gegenüber 4.154 GWh Verbrauch (2024). Der niedrige Anteil ist ein Industrie-Effekt: Der Chemiepark Marl und weitere Großverbraucher machen den Strombedarf des Vest so hoch. Der nächste Schub liegt in den Dächern: über 2 GWp Potenzial sind offen.
Potenzial: erst ein Sechstel der Kreisdächer genutzt
Ausschöpfung Dach-Potenzial
15,9 % von 2,48 GWp
Das LANUK-Solarkataster NRW (2025) weist für die zehn Kreis-Kommunen rund 2.478 MWp installierbare Dach-Potenzial aus. Rund 2.083 MWp sind noch ungenutzt, mehr als das Fünffache des heutigen Bestands.
Speicher-Bestand 2026
17.322 Heimspeicher
Auf je 100 registrierte Dachanlagen kommen im Kreismittel rund 71 Batteriespeicher, von Haltern am See (58) bis Gladbeck (80). Wer heute im Vest eine Anlage aufs Dach stellt, setzt praktisch immer gleich einen Speicher daneben.
Warum sich Solar im Vest lohnt
0 % Mehrwertsteuer
Seit 2023 entfällt die Umsatzsteuer auf Photovoltaik und Speicher dauerhaft (§ 12 Abs. 3 UStG). Auf eine 20.000-Euro-Anlage spart das rund 1.600 Euro direkt am Preis.
Solider Ertrag
Im Kreis Recklinghausen liefert ein kWp je nach Kommune rund 979 bis 1.029 kWh pro Jahr (EU-PVGIS, SARAH3-Methodik). Hinzu kommt die EEG-Einspeisevergütung (Teil bis 10 kWp: rund 7,70 ct/kWh, garantiert 20 Jahre ab Inbetriebnahme).
Speicher gehören dazu
Rund 71 Speicher je 100 Dachanlagen zeigen es im ganzen Vest: Abend- und Nachtverbrauch aus dem eigenen Dach senkt die Stromrechnung am meisten.
Details zu deiner Kommune
Für jede Kommune im Kreis Recklinghausen gibt es einen ausführlichen Solar-Steckbrief mit Kosten, Erträgen, Fachbetrieben und Anfrage-Möglichkeit:
Methodik und Quellen
Bestandsdaten: Energieatlas NRW (Datenbasis Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur), Download „NW-Strom-VWE-Aggregiert“, Blatt „Bestand Gemeinden EE“. Stand: Oktober 2026. Ausgewiesen werden Anlagen auf/in baulichen Anlagen (Dach-PV), Freiflächen-PV, Steckersolar und Batteriespeicher je Gemeinde.
Solaranteil: Quotient aus Solarstrom-Erzeugung der Gemeinden 2025 (Energieatlas NRW, Summe Dach, Freifläche und Steckersolar) und zuletzt verfügbarem Jahres-Stromverbrauch 2024; beide Größen stammen aus dem Energieatlas NRW und werden periodisch angepasst, der Quotient ist eine Näherung.
Dach-Potenzial: LANUK Solarkataster NRW, Blatt „PV Dach, 2025“ (installierbare Modulfläche und Leistung je Gemeinde). Das technische Potenzial ist kein Flächenziel; mitteilungspflichtige oder denkmalgeschützte Dächer sind nicht separiert.
Ertragsdaten: EU-PVGIS (SARAH3-Methodik), abgerufen für die Gemeindekoordinaten. Steuerrecht: § 12 Abs. 3 UStG. Vergütung: EEG 2023, Stand August 2026.
Auswertung: meinsolarportal.de. Stand: 16. Oktober 2026. Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die Originaldaten der genannten Quellen.