Solarbericht 2026 · Datenbasis Marktstammdatenregister

Solar-Ausbau im Kreis Soest 2026: Zahlen & Fakten

27.545Dachanlagen

464,7 MWp installiert · 30 % des Kreis-Verbrauchs

Alle vierzehn Kommunen im Vergleich: Bestand, Speicher, Balkonkraftwerke und Potenzial, zusammengefasst aus den amtlichen Daten des Energieatlas NRW, Bestand September 2026.

Die vier größten Solarstandorte im Kreis

Lippstadt
71,5
MWp
Soest
51,3
MWp
Werl
47,4
MWp
Warstein
32,8
MWp

Ausschöpfung Dach-Potenzial

21,6 % von 2,15 GWp

22 %

Quelle: Energieatlas NRW / LANUK Solarkataster, Stand 2025

Dachanlagen

27.545

auf/in baulichen Anlagen

Installiert

464,7 MWp

Ø 16,9 kWp je Anlage

Zuwachs 12 Monate

+1.338

+5,1 % Dachanlagen

Batteriespeicher

14.221

rund 52 je 100 Dachanlagen

Steckersolar

6.923

gemeldete Balkonkraftwerke

Solarstrom 2025

525 GWh

30 % des Kreis-Verbrauchs

Das Wichtigste in Kürze

  • 27.545 Dachanlagen mit 464.659 kWp (464,7 MWp) sind im Kreis Soest registriert, 1.338 mehr als ein Jahr zuvor (+5,1 %). Hinzu kommen 114 Freiflächenanlagen mit rund 109 MW.
  • Lippstadt führt mit 4.375 Dachanlagen und 71,5 MWp klar vor der Kreisstadt Soest (3.267 Anlagen, 51,3 MWp); Werl folgt mit 2.525 Anlagen und 47,4 MWp.
  • 525 GWh Solarstrom im Jahr 2025 decken 30 % des Kreis-Stromverbrauchs (1.750 GWh, 2024). Schlank sind die Quoten in Warstein und Wickede (Ruhr) mit je 16,6 %, wo große Industriebetriebe den Verbrauch treiben.
  • 14.221 Batteriespeicher sind registriert: rund 52 Speicher je 100 Dachanlagen, Spitzenwert Lippstadt mit gut 63.
  • Vom Dach-Potenzial von rund 2,15 GWp (LANUK Solarkataster 2025) sind erst 21,6 % genutzt: rund 1.682 MWp liegen technisch brach.
  • Eine typische Dachanlage im Kreis Soest misst rund 16,9 kWp und liegt damit über dem Bundesschnitt; ein kWp lieferte 2025 je nach Ort 906 bis 975 kWh (EU-PVGIS-Erwartung: 964 bis 1.064 kWh).

Photovoltaik je Kommune im Kreis Soest

Registrierte Anlagen auf und an Gebäuden, Batteriespeicher und gemeldete Balkonkraftwerke je Kommune. Der Solaranteil vergleicht die Solarstrom-Erzeugung 2025 mit dem Stromverbrauch 2024 (Energieatlas NRW).

KommuneDachanlagenLeistungZuwachsSpeicherSteckersolarSolaranteil
Lippstadt4.37571.473 kW+2402.7391.54418,9 %
Soest3.26751.311 kW+1611.7591.01419,4 %
Werl2.52547.422 kW+1471.21255537,1 %
Warstein2.41832.847 kW+1361.37667116,6 %
Geseke2.30038.755 kW+1081.19542544,3 %
Erwitte1.73031.898 kW+10282835259 %
Ense1.63927.234 kW+7173830332,3 %
Lippetal1.61427.599 kW+7272725760,7 %
Welver1.47521.027 kW+6175440465,7 %
Anröchte1.42830.734 kW+5162023347,6 %
Möhnesee1.38820.831 kW+6365432861,1 %
Rüthen1.38031.519 kW+3759926358 %
Bad Sassendorf1.19219.691 kW+4256423441,4 %
Wickede (Ruhr)81412.318 kW+4745634016,6 %
Kreis Soest27.545464.659 kW+1.33814.2216.92330 %

Quelle: Energieatlas NRW (LANUK), Datenbasis Marktstammdatenregister, Bestand September 2026. Solaranteil: Erzeugung 2025 zu Verbrauch 2024.

Leistung je Kommune: Lippstadt vorn

Mit 71,5 MWp installierter Dach-Leistung liegt Lippstadt klar vorn, gefolgt von der Kreisstadt Soest mit 51,3 MWp und Werl mit 47,4 MWp. Auffällig: Rüthen bringt es bei nur 1.380 Dachanlagen auf 31,5 MWp, weil dort auch große Anlagen gemeldet sind. Die Balken zeigen die installierte Leistung auf und an Gebäuden je Kommune.

Lippstadt
71,5 MWp
1.
Soest
51,3 MWp
2.
Werl
47,4 MWp
3.
Warstein
32,8 MWp
4.
Geseke
38,8 MWp
5.
Erwitte
31,9 MWp
6.
Ense
27,2 MWp
7.
Lippetal
27,6 MWp
8.
Welver
21,0 MWp
9.
Anröchte
30,7 MWp
10.
Möhnesee
20,8 MWp
11.
Rüthen
31,5 MWp
12.
Bad Sassendorf
19,7 MWp
13.
Wickede (Ruhr)
12,3 MWp
14.

Installierte Leistung je Kommune auf/in baulichen Anlagen. Quelle: Energieatlas NRW, Bestand September 2026.

Solaranteil am Stromverbrauch: Welver Spitze

Höchster Solaranteil

Welver: 65,7 %

20.382 MWh Solarstrom 2025 bei nur 31 GWh Jahresverbrauch. Möhnesee (61,1 %) und Lippetal (60,7 %) folgen unmittelbar, Erwitte erreicht 59,0 %.

Niedrigster Solaranteil

Warstein: 16,6 %

Warstein erzeugt 31.727 MWh Solarstrom, verbraucht zugleich aber 191 GWh. Fast identisch: Wickede (Ruhr) mit 16,6 % bei 84 GWh Verbrauch. Beide Standorte sind industriell geprägt.

Kreis Soest gesamt

30 %

524.791 MWh Solarerzeugung (2025) gegenüber 1.750 GWh Verbrauch (2024). Der nächste Schub liegt in den Dächern: rund 1,7 GWp Potenzial sind offen.

Potenzial: erst rund 22 Prozent der Kreisdächer genutzt

Ausschöpfung Dach-Potenzial

21,6 % von 2,15 GWp

22 %

Das LANUK-Solarkataster NRW (2025) weist für die 14 Kreis-Kommunen rund 2.147 MWp installierbare Dach-Potenzial aus, allein in Lippstadt rund 383 MWp. Rund 1.682 MWp sind noch ungenutzt, mehr als das Dreifache des heutigen Bestands.

Speicher-Bestand 2026

14.221 Heimspeicher

Auf je 100 registrierte Dachanlagen kommen im Kreismittel rund 52 Batteriespeicher; Spitzenwert ist Lippstadt mit gut 63 Speichern je 100 Anlagen. Abend- und Nachtverbrauch aus dem eigenen Dach senkt die Stromrechnung am meisten.

Warum der Solar-Ausbau im Kreis Soest läuft

0 % Mehrwertsteuer

Seit 2023 entfällt die Umsatzsteuer auf Photovoltaik und Speicher dauerhaft (§ 12 Abs. 3 UStG). Auf eine 20.000-Euro-Anlage spart das rund 1.600 Euro direkt am Preis.

Stabile Erträge

Im Kreis Soest liegt die PVGIS-Erwartung je nach Ort bei rund 964 bis 1.064 kWh pro kWp und Jahr (SARAH3-Methodik). Hinzu kommt die EEG-Einspeisevergütung (Teil bis 10 kWp: rund 7,70 ct/kWh, garantiert 20 Jahre ab Inbetriebnahme).

Speicher sind etabliert

Im Kreismittel gehört zu etwa jeder zweiten registrierten Dachanlage bereits ein Batteriespeicher: Abend- und Nachtverbrauch kommt dann aus dem eigenen Dach statt aus dem Netz.

Details zu deiner Kommune

Für jede Kommune im Kreis Soest gibt es einen ausführlichen Solar-Steckbrief mit Kosten, Erträgen, Fachbetrieben und Anfrage-Möglichkeit:

Methodik und Quellen

Bestandsdaten: Energieatlas NRW (Landesamt für Natur, Umwelt und Klima, LANUK), Download „NW-Strom-VWE-Aggregiert“, Blatt „Bestand Gemeinden EE“, Datenbasis Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Bestand: September 2026. Ausgewiesen werden Anlagen auf/in baulichen Anlagen (Dach-PV), Freiflächen-PV, Steckersolar und Batteriespeicher je Gemeinde.

Solaranteil: Quotient aus Solarstrom-Erzeugung der Gemeinden 2025 (Energieatlas NRW, Summe Dach, Freifläche und Steckersolar) und zuletzt verfügbarem Jahres-Stromverbrauch 2024; beide Größen stammen aus dem Energieatlas NRW und werden periodisch angepasst, der Quotient ist eine Näherung.

Dach-Potenzial: LANUK Solarkataster NRW, Blatt „PV Dach, 2025“ (installierbare Modulfläche und Leistung je Gemeinde). Das technische Potenzial ist kein Flächenziel; mitteilungspflichtige oder denkmalgeschützte Dächer sind nicht separiert.

Ertragsdaten: EU-PVGIS (SARAH3-Methodik), abgerufen für die Gemeindekoordinaten. Steuerrecht: § 12 Abs. 3 UStG. Vergütung: EEG 2023, Stand August 2026.

Auswertung: meinsolarportal.de. Stand: 18. Oktober 2026. Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die Originaldaten der genannten Quellen.