Solarbericht 2026 · Datenbasis Marktstammdatenregister
Solar-Ausbau im Kreis Warendorf 2026: Zahlen & Fakten
25.502Dachanlagen
458,4 MWp installiert · 32,9 % des Kreis-Verbrauchs
Alle 13 Städte und Gemeinden im Vergleich: Bestand, Speicher, Balkonkraftwerke und Potenzial, zusammengefasst aus den amtlichen Daten des Energieatlas NRW, Bestand September 2026.
Die vier größten Solarstandorte im Kreis
Ausschöpfung Dach-Potenzial
20,2 % von 2,27 GWp
Quelle: Energieatlas NRW / LANUK Solarkataster, Stand 2025
Dachanlagen
25.502
auf/in baulichen Anlagen
Installiert
458,4 MWp
Ø 18 kWp je Anlage
Zuwachs 12 Monate
+1.263
+5,2 % Dachanlagen
Batteriespeicher
13.244
rund 52 je 100 Dachanlagen
Steckersolar
6.986
gemeldete Balkonkraftwerke
Solarstrom 2025
447 GWh
32,9 % des Kreis-Verbrauchs
Das Wichtigste in Kürze
- 25.502 Dachanlagen mit 458.405 kWp (458,4 MWp) sind im Kreis Warendorf registriert, 1.263 mehr als ein Jahr zuvor (+5,2 %). Hinzu kommen 40 Freiflächenanlagen mit rund 94 MW, allein 45,7 MWp in Wadersloh (zwei Parks, erst 2026 ans Netz, im Ertrag 2025 noch nicht enthalten).
- Warendorf-Stadt führt mit 3.708 Dachanlagen und 72,8 MWp klar vor Ahlen (47,7 MWp) und Oelde (47,4 MWp); Beckum (44,9 MWp) und Sassenberg (40,8 MWp) folgen. Am unteren Ende liegen Everswinkel mit 20,0 und Beelen mit 16,6 MWp.
- 447 GWh Solarstrom im Jahr 2025 decken 32,9 % des Kreis-Stromverbrauchs (1.360 GWh, 2024). Spitzenreiter ist Drensteinfurt mit 63,9 %, gefolgt von Wadersloh mit 57,0 %; das industriell geprägte Beckum liegt bei 22,9 %.
- 13.244 Batteriespeicher sind registriert: rund 52 Speicher je 100 Dachanlagen, Spitzenwert Beckum mit gut 63, am unteren Ende Beelen mit rund 44.
- Vom Dach-Potenzial von rund 2.267 MWp (LANUK Solarkataster 2025) sind erst 20,2 % genutzt: rund 1.809 MWp liegen technisch brach, fast das Vierfache des heutigen Bestands.
- Eine typische Dachanlage im Kreis Warendorf misst rund 18 kWp. Ein kWp lieferte 2025 je nach Ort 880 bis 973 kWh Solarstrom (EU-PVGIS-Erwartung: 999 bis 1.041 kWh), begünstigt durch die vielen großen Süd-Dächer der Münsterländer Hofstellen.
Photovoltaik je Kommune im Kreis Warendorf
Registrierte Anlagen auf und an Gebäuden, Batteriespeicher und gemeldete Balkonkraftwerke je Stadt und Gemeinde. Der Solaranteil vergleicht die Solarstrom-Erzeugung 2025 mit dem Stromverbrauch 2024 (Energieatlas NRW).
| Kommune | Dachanlagen | Leistung | Zuwachs | Speicher | Steckersolar | Solaranteil |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Warendorf | 3.708 | 72.846 kW | +186 | 1.718 | 866 | 40 % |
| Ahlen | 2.980 | 47.737 kW | +167 | 1.611 | 1.242 | 24,3 % |
| Oelde | 2.353 | 47.368 kW | +137 | 1.369 | 866 | 23,5 % |
| Beckum | 2.673 | 44.940 kW | +185 | 1.686 | 1.030 | 22,9 % |
| Sassenberg | 1.967 | 40.761 kW | +88 | 881 | 329 | 39,5 % |
| Ennigerloh | 1.853 | 31.867 kW | +94 | 893 | 630 | 36,6 % |
| Drensteinfurt | 1.929 | 31.016 kW | +73 | 1.094 | 338 | 63,9 % |
| Telgte | 1.725 | 28.279 kW | +77 | 886 | 495 | 29,4 % |
| Wadersloh | 1.659 | 27.566 kW | +68 | 769 | 281 | 57 % |
| Sendenhorst | 1.422 | 26.286 kW | +40 | 719 | 268 | 35,5 % |
| Ostbevern | 1.241 | 23.080 kW | +70 | 629 | 256 | 37,7 % |
| Everswinkel | 1.255 | 20.035 kW | +47 | 664 | 242 | 45,1 % |
| Beelen | 737 | 16.624 kW | +31 | 325 | 143 | 42,3 % |
| Kreis Warendorf | 25.502 | 458.405 kW | +1.263 | 13.244 | 6.986 | 32,9 % |
Quelle: Energieatlas NRW (LANUK), Datenbasis Marktstammdatenregister, Bestand September 2026. Solaranteil: Erzeugung 2025 zu Verbrauch 2024.
Leistung je Kommune: Warendorf vorn
Mit 72,8 MWp installierter Dach-Leistung liegt die Kreisstadt Warendorf klar vorn, gefolgt von Ahlen mit 47,7 MWp, Oelde mit 47,4 MWp und Beckum mit 44,9 MWp. Auffällig: Die Landgemeinde Ostbevern kommt ohne einzige registrierte Freiflächenanlage auf 23,1 MWp, getragen allein von Haus- und Hofdächern. Die Balken zeigen die installierte Leistung auf und an Gebäuden je Kommune.
Installierte Leistung je Kommune auf/in baulichen Anlagen. Quelle: Energieatlas NRW, Bestand September 2026.
Solaranteil am Stromverbrauch: Drensteinfurt Spitze
Höchster Solaranteil
Drensteinfurt: 63,9 %
30.687 MWh Solarstrom 2025 bei 48 GWh Jahresverbrauch. Wadersloh (57,0 %) folgt auf Platz zwei, Everswinkel erreicht 45,1 %.
Niedrigster Solaranteil
Beckum: 22,9 %
Beckum erzeugt immerhin 46.219 MWh Solarstrom, verbraucht zugleich aber 202 GWh. Zement- und Bauindustrie treiben die Quote nach unten.
Kreis Warendorf gesamt
32,9 %
447.000 MWh Solarerzeugung (2025) gegenüber 1.360 GWh Verbrauch (2024). Der nächste Schub liegt in den Dächern: rund 1.809 MWp Potenzial sind offen.
Potenzial: erst rund 20 Prozent der Kreisdächer genutzt
Ausschöpfung Dach-Potenzial
20,2 % von 2,27 GWp
Das LANUK-Solarkataster NRW (2025) weist für die 13 Kreis-Kommunen rund 2.267 MWp installierbare Dach-Potenzial aus, allein in der Kreisstadt Warendorf rund 326 MWp. Rund 1.809 MWp sind noch ungenutzt, fast das Vierfache des heutigen Bestands.
Speicher-Bestand 2026
13.244 Heimspeicher
Auf je 100 registrierte Dachanlagen kommen im Kreismittel rund 52 Batteriespeicher; Spitzenwert ist Beckum mit gut 63 Speichern je 100 Anlagen, am unteren Ende liegt Beelen mit rund 44. Abend- und Nachtverbrauch aus dem eigenen Dach senkt die Stromrechnung am meisten.
Warum der Solar-Ausbau im Kreis Warendorf läuft
0 % Mehrwertsteuer
Seit 2023 entfällt die Umsatzsteuer auf Photovoltaik und Speicher dauerhaft (§ 12 Abs. 3 UStG). Auf eine 20.000-Euro-Anlage spart das rund 1.600 Euro direkt am Preis.
Stabile Erträge
Im Kreis Warendorf liegt die PVGIS-Erwartung je nach Gemeinde bei rund 999 bis 1.041 kWh pro kWp und Jahr (SARAH3-Methodik), begünstigt von den großen Süd-Dächern der Hofstellen. Hinzu kommt die EEG-Einspeisevergütung (Teil bis 10 kWp: rund 7,70 ct/kWh, garantiert 20 Jahre ab Inbetriebnahme).
Speicher sind etabliert
Im Kreismittel gehört zu etwa jeder zweiten registrierten Dachanlage bereits ein Batteriespeicher: Abend- und Nachtverbrauch kommt dann aus dem eigenen Dach statt aus dem Netz.
Details zu deiner Kommune
Für die Städte und Gemeinden mit eigenem Solar-Steckbrief gibt es ausführliche Zahlen mit Kosten, Erträgen und Fachbetrieben:
Methodik und Quellen
Bestandsdaten: Energieatlas NRW (Landesamt für Natur, Umwelt und Klima, LANUK), Download „NW-Strom-VWE-Aggregiert“, Blatt „Bestand Gemeinden EE“, Datenbasis Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Bestand: September 2026. Ausgewiesen werden Anlagen auf/in baulichen Anlagen (Dach-PV), Freiflächen-PV, Steckersolar und Batteriespeicher je Gemeinde.
Solaranteil: Quotient aus Solarstrom-Erzeugung der Gemeinden 2025 (Energieatlas NRW, Summe Dach, Freifläche und Steckersolar) und zuletzt verfügbarem Jahres-Stromverbrauch 2024; beide Größen stammen aus dem Energieatlas NRW und werden periodisch angepasst, der Quotient ist eine Näherung.
Dach-Potenzial: LANUK Solarkataster NRW, Blatt „PV Dach, 2025“ (installierbare Modulfläche und Leistung je Gemeinde). Das technische Potenzial ist kein Flächenziel; mitteilungspflichtige oder denkmalgeschützte Dächer sind nicht separiert.
Ertragsdaten: EU-PVGIS (SARAH3-Methodik), abgerufen für die Gemeindekoordinaten (35 Grad Süd, 14 % Systemverluste). Steuerrecht: § 12 Abs. 3 UStG. Vergütung: EEG 2023, Stand August 2026.
Auswertung: meinsolarportal.de. Stand: 20. Oktober 2026. Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die Originaldaten der genannten Quellen.