Solarbericht 2026 · Datenbasis Marktstammdatenregister

Solar-Ausbau in Oberhausen 2026: Zahlen, Daten, Fakten

4.007Dachanlagen

61,1 MWp installiert · 4,1 % des Stadt-Verbrauchs

Die kreisfreie Stadt Oberhausen mit rund 210.000 Einwohnern: Bestand, Speicher, Balkonkraftwerke und Potenzial, zusammengefasst aus den amtlichen Daten des Energieatlas NRW, Stand September 2026.

Oberhausen im Solar-Überblick

Dach-PV4.007 Anlagen · 61,1 MWp
Freifläche3 Anlagen · 15 kW
Speicher3.443 · +684 / Jahr
Steckersolar3.192 gemeldet

Ausschöpfung Dach-Potenzial

9,3 % von 658 MWp

9,3 %

Quelle: Energieatlas NRW / LANUK Solarkataster, Stand September 2026

Dachanlagen

4.007

auf/in baulichen Anlagen

Installiert

61,1 MWp

Ø 15,2 kWp je Anlage

Zuwachs 12 Monate

+396

+11 % Dachanlagen

Batteriespeicher

3.443

+684 (+24,8 %)

Steckersolar

3.192

gemeldete Balkonkraftwerke

Solarstrom 2025

49,7 GWh

4,1 % des Stadt-Verbrauchs

Das Wichtigste in Kürze

  • 4.007 Dachanlagen mit 61.052 kWp (61,1 MWp) sind in Oberhausen registriert, 396 mehr als ein Jahr zuvor (+11 %).
  • Dazu kommen 3 Freiflächenanlagen (15 kW) und 3.192 gemeldete Balkonkraftwerke (Steckersolar).
  • 49,7 GWh Solarstrom im Jahr 2025 entsprechen 4,1 % des Oberhausener Stromverbrauchs (1.214 GWh, 2024).
  • Die Zahl der Batteriespeicher stieg um 24,8 % auf 3.443 Stück: 86 Speicher je 100 Dachanlagen.
  • Vom Dach-Potenzial von rund 658 MWp (LANUK Solarkataster 2025) sind erst 9,3 % genutzt: über 597 MWp liegen technisch brach.
  • Seit 2015 hat sich der Bestand mehr als versechsfacht: von 654 auf 4.007 Anlagen. Eine typische Oberhausener Dachanlage misst 15,2 kWp.

Ausbau: von 654 auf 4.007 Anlagen

Die Balken zeigen den Bestand an registrierten Dachanlagen am Jahresende. Der steile Anstieg ab 2023 spiegelt die steuerliche Förderung wider: Seit 2023 gilt 0 % Mehrwertsteuer auf Solar und Speicher (§ 12 Abs. 3 UStG).

2015
654
2016
717
2017
771
2018
822
2019
908
2020
1.058
2021
1.250
2022
1.506
2023
2.264
2024
3.001
2025
3.611
2026
4.007

Registrierte Dachanlagen in Oberhausen je Jahresende. Quelle: Energieatlas NRW, Stand September 2026.

Solaranteil am Stromverbrauch: 4,1 %

Solarstrom 2025

49,7 GWh

49.746 MWh Solarstrom haben Oberhausener Dächer, Freiflächen und Steckersolaranlagen 2025 erzeugt.

Stromverbrauch 2024

1.214 GWh

Rund die Hälfte davon benötigt allein die Industrie: 600 GWh entfielen 2024 auf industrielle Verbraucher in Oberhausen, Standort der St.-Antony-Hütte als Wiege der Ruhrindustrie.

Solaranteil

4,1 %

Der Anteil liegt ähnlich wie in Essen (3,4 %) und unter dem von Kreis Unna (15,2 %), weil der industrielle Strombedarf Oberhausens höher liegt. Das ungenutzte Dach-Potenzial bietet Raum für ein Vielfaches.

Potenzial: erst 9,3 % der Oberhausener Dächer genutzt

Ausschöpfung Dach-Potenzial

9,3 % von 658 MWp

9,3 %

Das LANUK-Solarkataster NRW (2025) weist für Oberhausen rund 657.848 kWp installierbare Dach-Potenzial aus. Rund 597 MWp sind noch ungenutzt, fast das Zehnfache des heutigen Bestands.

Speicher-Ausbau 2026

3.443 Heimspeicher

Innerhalb eines Jahres kamen 684 Batteriespeicher hinzu (+24,8 % Wachstum). Auf je 100 registrierte Dachanlagen kommen in Oberhausen rund 86 Speicher; mehr als doppelt so viele Speicher wie neue Anlagen kamen zuletzt hinzu.

Warum der Ausbau in Oberhausen läuft

0 % Mehrwertsteuer

Seit 2023 entfällt die Umsatzsteuer auf Photovoltaik und Speicher dauerhaft (§ 12 Abs. 3 UStG). Auf eine 20.000-Euro-Anlage spart das rund 1.600 Euro direkt am Preis.

Hoher Eigenertrag

In Oberhausen liefert ein kWp rund 1.015 kWh pro Jahr (EU-PVGIS, SARAH3-Methodik). Bei 1.544 Sonnenstunden und 1.081 kWh/m² Globalstrahlung (DWD-Messstation Werl). Hinzu kommt die EEG-Einspeisevergütung (Teil bis 10 kWp: rund 7,70 ct/kWh, garantiert 20 Jahre ab Inbetriebnahme).

Speicher werden Standard

In Oberhausen kommen auf 100 Dachanlagen bereits 86 Heimspeicher: Abend- und Nachtverbrauch aus dem eigenen Dach senkt die Stromrechnung am meisten.

Details für Oberhausen

Für Oberhausen gibt es einen ausführlichen Solar-Steckbrief mit Kosten, Erträgen, Fachbetrieben und Anfrage-Möglichkeit:

Methodik und Quellen

Bestandsdaten: Energieatlas NRW (Landesamt für Natur, Umwelt und Klima, LANUK), Datenbasis Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Ausgewiesen werden Anlagen auf/in baulichen Anlagen (Dach-PV), Freiflächen-PV, Steckersolar und Batteriespeicher für die kreisfreie Stadt Oberhausen. Stand: September 2026.

Solaranteil: Quotient aus Solarstrom-Erzeugung 2025 (Summe der Erträge von Dach-, Freiflächen- und Steckersolar-Anlagen aus dem Energieatlas NRW) und zuletzt verfügbarem Jahres-Stromverbrauch 2024; beide Größen stammen aus dem Energieatlas NRW und werden periodisch angepasst, der Quotient ist eine Näherung.

Dach-Potenzial: LANUK Solarkataster NRW, Blatt „PV Dach, 2025" (installierbare Modulfläche und Leistung je Gemeinde). Das technische Potenzial ist kein Flächenziel; mitteilungspflichtige oder denkmalgeschützte Dächer sind nicht separiert.

Ertragsdaten: EU-PVGIS (SARAH3-Methodik), abgerufen für die Oberhausener Innenstadt (51,47 N, 6,85 O). Sonnenstunden und Globalstrahlung: DWD-Messstation Werl (05480), ca. 72 km östlich, Mittel 2021/2023/2024. Steuerrecht: § 12 Abs. 3 UStG. Vergütung: EEG 2023, Stand August 2026.

Auswertung: meinsolarportal.de. Stand: 14. Oktober 2026. Angaben ohne Gewähr; maßgeblich sind die Originaldaten der genannten Quellen.